06.03.2004 Presseartikel Kreiswettbewerb HK

 

Der ideale Gruppenleiter sollte kochen und putzen
Teamarbeit lohnt sich

(09.03.2004) Daniela holte noch einmal tief Luft und pustete dann ganz kräftig in das dicke, metallene Ende des schweren Feuerwehrschlauchs. Nur mit der Unterstützung ihrer "Teamkollegen" Michael (10), Lisa (9), Daniel (10) und Annika (6), gelang es der 10-Jährigen, den gelben Tennisball durch den fünf Meter langen B-Schlauch zu manövrieren.

Das war nur eine von sieben Aufgaben, die die Teilnehmer des Jugend-Rot-Kreuz-Kreiswettbewerbs zu bewältigen hatten, der am vergangenen Samstag in der Weingartenschule ausgetragen wurde. Die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Stationen waren jeweils den drei Altersstufen angepasst. So mussten einige ihr Wissen über die Ernährungspyramide unter Beweis stellen. Andere mussten zeigen, ob sie sowohl theoretisch als auch praktisch in der Ersten Hilfe fit sind. Bei der realistischen Unfalldarstellung "schminkten" die Fortgeschrittenen sich gegenseitig Verletzungen, die sie anschließend auch behandeln mussten.

Der Wettbewerb war jedoch nicht nur dafür da, dass sich die einzelnen Jugendabteilungen der Ortsvereine miteinander messen, auch die "Großen" wollten erfahren, was ihre Schützlinge eigentlich von ihnen erwarten. Deshalb durften die Jüngsten im Alter zwischen 6 und 12 Jahren zu Papier bringen, wie sie sich ihren "idealen Gruppenleiter" vorstellen. Er sollte "kochen können", "auf uns hören" und "die Unterkunft putzen", fanden die Teilnehmer aus Marxheim, das Team aus Diedenbergen legte Wert auf die Charaktereigenschaft "cool sein".

Insgesamt nahmen 23 Gruppen aus acht Gemeinden des Main-Taunus-Kreises an dem Wettbewerb teil. Die Gastgeber aus Kriftel hatten Teams aus allen drei Altersstufen dabei, erstmals gingen Jugendrotkreuzler aus den Stufen 1 und 3 an den Start. In der Stufe 1 (6 bis 12 Jahre) waren vier Teams angetreten. Die beiden Gruppen aus Marxheim belegten die ersten beiden Plätze, Dritte und Vierte wurden die beiden Krifteler Gruppen. Gar zehn Teams hatten sich für die Stufe II im Alter von 12 bis 16 Jahren angemeldet. Liederbach belegte Rang 1, gefolgt von Kelkheim und Diedenbergen I. Kriftel landete auf Platz 9. Bei den Älteren zwischen 16 und 27 Jahren hatten sieben Gruppen mitgemacht. Diedenbergen I konnte den Siegerpokal entgegen nehmen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Schwalbach und Bad Soden, die Krifteler wurden Vierte. Zusätzlich wurden noch Preise für die beste Zusammenarbeit vergeben. Als beste Teamworker erwiesen sich sowohl in der Stufe I als auch in der Stufe II die Krifteler JRKler, in der Stufe III konnten die Helfer aus Bad Soden den Preis in Form eines Spieles mit nach Hause nehmen.

Kreisleiterin Tanja Vorndran dankte allen Organisatoren und den Schiedsrichtern für ihre tatkräftige Mithilfe. Ein Dank ging auch an die Feuerwehr, die mit Ausstattung und Aktiven aus Kriftel und Sulzbach diesen Kreiswettbewerb unterstützt hatten. (ulk/Höchster Kreisblatt)

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